Dienstag, 22. Dezember 2009

Stickuntergrund

Der 1. Januar rückt immer näher. Damit ihr gut vorbereitet seid, überlegt euch, auf welchen Untergrund ihr sticken wollt. Das kann ein schlichtes Stück Stoff sein, aber auch ein schon vorbereiteter Crazyblock. Wie dieser genäht sein kann, hat uns Momo hier gezeigt. Ich selbst achte dabei für diesen Challenge, daß die Stoffe nicht zu stark  gemustert sind. Wir wollen ja schöne Stickkombinationen gestalten und dazu ist es vorteilhaft, wenn der Hintergrund ruhiger ist, um nicht der Stickerei die Wirkung zu nehmen. Aber das sollte natürlich jede für sich selbst entscheiden. Ich habe gerade ein Teil fertig, an dem man das gut sehen kann.


Beispiel für einen Crazyblock


Aber bevor wir starten, wünschen wir, Barbara und Momo,  euch allen ein frohes und gesegnetes Weihnachtsfest!

Wie fange ich an? TIPP 4

Alles geht natürlich auch mit der Methode "Nähen auf Papier" respektive auf einem Untergrundstoff :-).

Nähreihenfolge wird aufgezeichnet, es gibt auch fertige Muster im Internet.
Dann wird technikentsprechend genäht

Fertig!
Und fertig bestickt;

Wie fange ich an? TIPP 2 und TIPP 3

Zwei weitere Möglichkeiten gibt es von Barbara:

Eine Variante, die ich auch häufig benutze, ist das Arbeiten auf dem aufbügelbaren Volumenvlies
(630 er von Freudenberg) . Da gehe ich so vor: Ich nähe mir ein Blöckchen, wie wir es schon beschrieben haben, aber ohne Untergrundstoff, sondern wie sonst ein normales Top.
Nach dem Bügeln wird es dann auf das Volumenvlies gebügelt und erst dann bestickt.

Eine weitere Variante:
Man kann auch die Stoffstückchen mit umgebügelter Nahtzugabe direkt auf das Vlies legen, anbügeln und ohne nähen direkt feststicken. Letzte Variante habe ich im Urlaub (ohne Nähmaschine) praktiziert. Ging prima.

Wie fange ich an? TIPP 1

Es gibt tausende Möglichkeiten, Crazy zu nähen, und jeder hat so seine Macken und Tipps und Tricks.


Also ich fange so an: Ich schneide mir ein Blöckchen aus Untergrundstoff, z.B. 22x22cm, aus dünnem hellen Stoff.
22 cm deshalb, weil mein fertiges Blöckchen 20 cm haben soll, beim Sticken "schrumpfen" die Blöckchen ein wenig, und so kann man dem ein wenig vorbeugen.


Dann überlege ich mir z.B. eine gewisses Thema und wähle einen Stoff als Anfangsstück aus.
Das ist meist ein unregelmäßiges Fünfeck, das ich dann irgendwo auf dem Block platziere, ich finde es sieht am besten etwas außerhalb der Mitte aus.
Hier habe ich ein extragroßes Anfangsstück gewählt, weil mir die seidengemalten Häuser so gut gefielen.

Dann nähe ich, mehr oder weniger Log-Cabin-mäßig, weitere Stoffstücke jeweils an den Rand des Fünfeckes, also rechts auf rechts, umklappen, begradigen, Stoffstück zuschneiden, es soll ja nicht unbedingt gerade sein. Dann das nächste, und wieder das nächste.
Ungefähr so.










Zum Schluss werden die Außenkanten begradigt.
Wenn dann der Grundblock fertig ist, umnähe ich die Außenkante noch mit einem weiten ZickZack- oder Geradstich, damit nix ausfranst.




Du kannst alles mögliche an Stoffen oder Spitzen oder oder oder benutzen, vielleicht ist aber Baumwolle oder Leinen für den Anfang am besten.

Jetzt kann es losgehen mit den Stickereien. Manche benutzen einen Rahmen, manche nicht. Mit einer feinen Sticknadel und 2-fädigem Stickgarn beginne ich hinten und vernähe den Faden. Geht auch mit einem Knoten :-). Für grobere Stiche kannst du auch mehr Fäden, für feinere weniger Fäden nehmen. Manchmal passt auch Perlgarn oder Häkelgarn, interessant wird es auch mit unterschiedlichen Qualitäten oder Seidenbändchen und Effektwolle.

Neben den Stickereien kannst du natürlich alles auf den Block bringen, was du möchtest. Das fängt bei Perlen, Spitzen und Borten an und hört bei altem Modeschmuck, Playmobil-Zubehör oder Verbandsmull auf :-).